Geschichte des Karnevals und Brauchtum
Der Karneval geht auf heidnische Ursprünge zurück. In den Frühlingsfesten der Germanen wurden schon die bösen Geister des Winters vertrieben. Symbolisch wurden sie mit Fratzen und viel Lärm vertrieben. Wahrscheinlich geht auf diese Bräuche auch unser Karneval zurück, dass mittlerweile auch fester Bestandteil des christlichen Kirchenjahres ist und mit der Fastenzeit verknüpft ist. Die Fastnacht in den südlicheren Bundesländern und in Österreich ist mit den alten furchterregenden Masken noch stärker an den Ursprügen des Karnevals orientiert
Die politische Komponente des Karnevals, heute in den Umzügen mit witzigen Parodien auf Politiker allgegenwärtig, hat der Karneval im Mittelalter angenommen. Durch das Mittel der Satire war es oft einzig möglich, Herrschaftskritik zu üben.
Das Karnevalsvereinswesen heutiger Ausprägung nahm etwa in Köln seit 1823 seinen Lauf, nachdem das bunte Treiben unter französischer Besatzung gänzlich verboten war. Mit der Ausweitung des Vereinswesens im 19. Jhrdt. (auch die politisch motivierten Gründungen der Turnvereine fallen etwa in diese Zeit) wurde erstmals ein Karnevalsumzug organisiert und von vielen anderen Rheinstädten, den heutigen Karnevalshochburgen übernommen.
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